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MONO-POLI KULTURLEBEN
oder wie wir das Kunstsystem überleben und dabei sogar lachen
können
Performative Lesung, Video und Fotoarbeit
von Tina Smrekar
zu Arbeits- und Lebensbedingungen von KünstlerInnen
Tina Smrekar beschäftigt sich seit einigen Jahren mit den
Arbeits- und Lebensbedingungen von KünstlerInnen. Ihre Interesse
kreist um die Fragen, wovon lebt die Kunst, wovon lebt Kultur, wie
und vor allem wovon leben KünstlerInnen? Antworten darauf sind
nicht leicht zu finden - insbesondere dann nicht, wenn wir die unterschiedlichen
Ausgangssituationen von KünstlerInnen in Slowenien, Mexiko,
Korea, USA oder Deutschland genauer betrachten.
Einige dieser Länder bereiste Tina Smrekar für ihr Rechercheprojekt
"Mono-Poli Kulturleben".
Die Veranstaltung ist eine Koproduktion mit Zavod NO HISTORY, Ljubljana.
Die performative Lesung,
die Fotoarbeit "WORK, A MANUAL" (2005) und
das Video "immer lächeln" (2005)
sind ein Status Quo der bislang durchgeführten Recherchen.
Sie zeigen einen subjektiven Durchschnitt von Situationen, in denen
sich KünstlerInnen heute befinden.
Die performative Lesung ist
eine Collage aus unterschiedlichen Textsorten und Quellen, die Tina
Smrekar in den letzten Jahren sammelte, archivierte und für
diese Präsentation neu zusammenstellte. Ausschnitte aus den
geführten Interviews werden mit Teilen aus Briefen von Braco
Rotar und Iva Jevtic und mit einem eigenen Text zu einer Collage
verwoben.
In der Fotoarbeit "WORK, A MANUAL",
der visuelle Teil der performativen Lesung, illustriert Tina Smrekar
humoristisch und selbstreflexiv Wörter und Begriffe "work
of art", "major work", "the work" oder
"kind of work" im Zusammenhang mit ihrer eigenen künstlerischen
Praxis.
Das Video "immer lächeln"
(2005) zeigt die Künstlerin bei einem ihrer "Brotjobs".
"Der Neoliberalismus fängt uns, die Kunst- und KulturproduzentInnen,
immer mehr in seine Netze ein. - Wir wollen Kunst produzieren und
auch überleben. Gibt es dafür eine (glaubwürdige)
Lösung?" (Tina Smrekar)
Tina Smrekar (geb. 1978, lebt und arbeitet in Ljubljana)
ist bildende Künstlerin, im September 2005 hat sie ihren Meisterschülerstudium
der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
abgeschlossen, davor hat sie einen Studium in Produktdesign auf
der Akademie der Bildenden Künste in Ljubljana absolviert.
In ihren Projekten benutzt sie unterschiedliche Mittel der Kommunikation,
von Fotografie, Video bis zu Recherche und Performance. Zur Zeit
beschäftigt sie sich mit den Leben- und Arbeitsbedingen von
bildenden KünstlerInnen.
Sie hat einige Stipendien und Preise bekommen, u.a. von DAAD, Museumsquartier
Wien, KulturKontakt Austria, Bauhaus Dessau und Vermont Studio Center.
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