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Donnerstag, 5. November 2009, 19.30 Uhr

Der Banyanbaum - Kunst und Begegnung

Präsentation von Alfred Banze und Christine Falk (Berlin)

In unseren Breitengraden kennt man den Banyanbaum als "Ficus" im Blumentopf, überall in den Tropen wird er - in riesigen Dimensionen - verehrt, geliebt und auch gefürchtet. Um den Banyanbaum ranken sich zahlreiche alte und neue
Mythen, er ist das Symbol politischer Parteien wie religiöser Vereinigungen. In unseren Breitengraden dient er in Kaufhäusern, Büros und Wohnungen als
pflegeleichter Stellver treter eines immergrünen tropischen Paradieses. Der Banyanbaum ist ein beeindruckendes globales Symbol kultureller Gemeinsamkeiten und Vielfalt.

Von 2004 bis 2008 reiste der Berliner Medienkünstler Alfred Banze durch den Verbreitungsraum des tropischen Banyanbaumes und machte Performances, Präsentationen und Workshops in Kulturzentren, Hochschulen, Galerien, Festivals und "offroad" in Ateliers, Wohnungen und Cafes. Dabei suchte er Kontakt zu KünstlerInnen der Region und bat sie, Arbeiten zu den Wachstumsprinzipien dieses Baumes zu entwickeln. Dieser Einladung sind 70 KünstlerInnen aus 25 Ländern gefolgt und haben ihm ihre Beiträge mit auf den Weg gegeben. Auf der Grundlage dieser Kunstwerke wurden in Workshops mit Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Laien künstlerische "Remixe" entwickelt, aus Malereien von den Cook-Islands entstanden beispielsweise Videos in Süd-China, aus Lichtinstallationen aus Thailand wurden Fotos in Ghana.

Seit Sommer 2008 konzipierten und organisierten Alfred Banze und Christine Falk die Wanderausstellung THE BANYAN TREE.
Für die Präsenation in der Galerie aRtmosphere sprechen die beiden Künstler_innen über die Entstehung des Projekts und zeigen Beispiele aus ihrer Wanderausstellung.

Alfred Banze macht Filme, Performances, Installationen, Zeichnungen und Objekte. Seit 2001 arbeitet er an künstlerischen Partizipationsprojekten, bei denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Laien, Künstler und Spezialisten verschiedener Bereiche in die künstlerische Produktion mit einbezogen werden. Er studierte an der Kunsthochschule für Medien in Köln und lebt in Berlin.

Christine Falk versteht sich in erster Linie als Malerin, macht aber im Rahmen von Projekten auch Installationen und prozesshaft-konzeptionelle Arbeiten. Sie studierte an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee. Neben der eigenen künstlerischen Arbeit organisierte sie wiederholt internationale Kulturaustauschprojekte. Sie lebt in Berlin.